Personalmangel – Sperrtage ab September

Personalmangel – Sperrtage ab September

Wegen akuten Personalmangels müssen wir leider ab September jeweils am Montag und am Dienstag das Haus schließen.

Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht, aber meine MitarbeiterInnen arbeiten seit Juni (nicht nur sprichwörtlich, sondern tatsächlich) bis zum Umfallen.

Das Wetter im Sommer heuer war bombig, aber wo viel Licht ist, da ist auch Schatten…Noch immer haben wir nicht ausreichend Wasser und die Crew ist am (oder eigentlich schon über dem) Limit des Machbaren. Wir werden jedes Wochenende gestürmt, und es ist kein weiteres Personal zu bekommen.

Du hättest gern Bedienung und eine täglich geöffnete Hütte?

…wir auch! Aber dazu brauchen wir genügend Personal. Bewirb dich gleich hier…

Ein Dankeschön...

Zuerst einmal möchte ich mich bei meinem Team ganz herzlich bedanken, dass ihr immer noch bei der Stange bleibt. Ich weiß, dass es nicht immer einfach ist, ich weiß, dass manche Gäste euch nicht die Wertschätzung entgegen bringen, die ihr verdient hättet, und ich weiß auch, dass ihr unter den vielen Überstunden leidet.

Gemeinsam schaffen wir das und wollen bis zum Ende der Saison zusammenhalten. Für die Gäste, die unsere Arbeit schätzen und für alle, denen wir hier oben eine schöne Zeit bereiten können.

Ein paar Hintergrundinformationen

Seit genau 20 Jahren bin ich nun Hüttenwirt. Und ich bemerke, dass es jedes Jahr schwieriger wird, motiviertes Personal für eine Berghütte zu bekommen. Heuer sind wir schon mit einer sehr dünnen Personaldecke gestartet, und die Sommersaison hat einen Gästeansturm gebracht.

Ich muss und will meinen MitarbeiterInnen zumindest die gesetzlichen Mindestruhezeiten gönnen, und das ist ohne Sperrtage nicht mehr möglich.

Strukturelle Probleme?

Oja. Es gäbe genügend motivierte Menschen, die hier gern arbeiten möchten. Die haben ein Problem: die falsche Staatsbürgerschaft. Im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag gibt es nur eine halbe Handvoll sog. Quotenplätze für ausländische Arbeitskräfte (zb. hochmotivierte Nepali) und die bürokratischen Hürden sind schikanös. Während es in der Landwirtschaft hunderte Plätze für ausländische Erntehelfer gibt, wird die Gastronomie regelrecht ausgehungert.

Seit 2 Monaten habe ich die Arbeitsplätze beim AMS gemeldet. Von 15 BewerberInnen haben 14 gleich bei der Bewerbung eindeutig ihre Arbeitsunwilligkeit bekundet.

Lösungsvorschläge?

Nachdem ich von den allermeisten meiner Kollegen und Kolleginnen weiß, dass sie alle mit diesem Problem kämpfen, habe ich bei meinem Verein, dem ÖTK, angeregt, zusammen  mit den anderen alpinen Vereinen einen runden Tisch einzuberufen, um politischen Druck zu erzeugen. Der Arbeitsmarkt in der Gastronomie muss geöffnet werden, sonst ist es bald vorbei mit dem “Wanderbaren Österreich”.

Höhere Löhne: ich bin sofort bereit, meinen MitarbeiterInnen mehr zu bezahlen. Allerdings geht das nur, wenn dabei alle mitmachen. Es gehört ein fairer Kollektivvertrag her, der den Leistungen der Beschäftigten auch pekuniär gerecht wird.

Fazit

Im September und Oktober werden wir am Montag und Dienstag geschlossen haben.

Das bedeutet, wir schließen am Sonntag um 17:00 Uhr und sperren die Hütte am Mittwoch um 9:00 Uhr wieder für euch auf.

Das Saisonende wird voraussichtlich von 3. November auf 27. Oktober vorverlegt.

Die sonst übliche Bewirtschaftung an schönen Wochenenden im November und Dezember ist nicht gesichert. Wir versuchen natürlich, diese lieb gewordene Tradition aufrecht zu erhalten. Auf jeden Fall werden wir hier weiter informieren.

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